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Potentialausgleich

Als Potentialausgleich bezeichnet man eine elektrisch leitfähige Verbindung, die andersartige elektrische Potentiale dezimiert. Dazu verbindet sie alle metallende Teile, damit sie ein einigermaßen gleiches Potential aufweisen. In der DIN VDE 0100-410:2012-06 ergibt sich die Forderung des Potentialausgleichs.
Im Inneren des Hauses können durch einen äußeren Blitzschlag Schäden an der elektrischen Einrichtung entstehen. Ein Innerer Blitzschutz ist daher erforderlich. Blitzschutz-Potentialausgleich ist hier die Maßnahme, die zum Einsatz kommt, um Funkenbildung zu verhindern.

Schutzpotential

Das Schutzpotenzial, auch Hauptpotential genannt ist die bedeutende elektrotechnische Schutzmaßnahme und wird nur an einer Stelle im Gebäude ausgeführt. Über die Potentialausgleichsschiene müssen zu einer Haupterdungsschiene verbunden werden:

  • die metallenen Rohre von Versorgungssystemen (z. B. Gasinnen- und Wasserleitungen)
  • die fremden leitfähigen Teile von Gebäudekonstruktionen, wenn man sie üblich durch Benutzung berühren kann
  • Metallteile von Zentralheizung, Gebäudekonstruktionen und Klimasysteme
  • Gebäudekonstruktionen aus Beton mit metallenen Verstärkungen, bei denen die Verstärkung untereinander verbunden und berührbar sind

Zusätzlicher Schutzpotentialausgleich wird in folgenden Bereichen benötigt:

  • Räume mit Dusche und Badewanne (DIN VDE 0100-701)
  • Bereiche von Springbrunnen, Schwimmbäder oder Wasserbecken (DIN VDE 0100-702)
  • gartenbauliche und landwirtschaftliche Betriebsstätten (DIN VDE 0100-705)
  • medizinisch genutzte Bereiche und Krankenhäuser (DIN VDE 0100-710)

Blitzschutz Potentialausgleich

Ein Blitzschutz kann nur durch einen Potentialausgleich funktionieren.

Ein Blitzschutz kann nur durch einen Potentialausgleich funktionieren.

Blitzschutzanlagen, Erdungssysteme, metallene Installationen und elektrische Anlagen sind durch einen Potentialausgleich gegen unkontrollierte Überschläge zu verbinden.
Der Potentialausgleich wird an folgenden Stellen ausgeführt:

  • in Höhe des Erdniveaus oder im Kellergeschoss. Die Potentialausgleichsschiene ist so konstruiert, dass sie zu Prüfungszwecken leicht zugänglich ist. An die Erdungsanlage wird die Haupterdungsschiene angeschlossen.
  • Trennungsabstände können nicht eingehalten werden
  • im Fall von Stahlskelettbauten, Stahlbetonbauten mit Bewährungsstahl oder bei getrenntem Äußerem Blitzschutz

Ab- und Fangleitungen zusätzlich zum Potentialausgleich können zur Vermeidung von Funkenüberschlägen nötig werden. Mehrere Potentialausgleiche können in großen Anlagen verwendet nötig werden, die miteinander zuverbinden sind. Gas- und Wasserleitungen müssen überbrückt werden. Mit dem Potentialausgleich brauchen unterirdische metallene Rohre nicht verbunden werden.

Massive Leiter, fein- bzw. mehrdrähtige Leiter kommen als Potentialausgleichsleiter, isoliert oder blank in die Verwendung. Im, unter oder auf Putz, in Kabel-Kanälen und Kabelträger-Systemen werden sie verlegt. Isolierte Potentialausgleichsleiter sind grün-gelb gekennzeichnet.
Der Potentialausgleich wird durch ein Prüfgerät nach DIN VDE 0413 nach seiner Wirksamkeit gemessen, und zwar nach dem Widerstand:

  • Potentialausgleichschiene und den leitfähigen fremden Teilen
  • durch einen Potentialausgleichleiter verbundenen Teilen

Der Wert sollte nicht mehr als 0,1 Ohm betragen.